Zahnmedizin

Frühzeitige funktionelle Belastung: Ohne signifikante Auswirkungen

Eine kleine Studie zeigte, dass es keinen Unterschied bei der Implantatstabilität und beim Knochenverlust zwischen einer Patientengruppe mit frühzeitiger funktioneller Belastung der Implantate und der Gruppe mit frühzeitiger nicht-funktioneller Belastung gibt.

Die Stichprobe bestand aus 24 Implantaten, die bei Patienten im Alter zwischen 21 und 62 Jahren (Durchschnittsalter 51 Jahre) eingesetzt wurden. Die Implantate wurden im posterioren Bereich des Unterkiefers eingesetzt. Anschließend wurden die Implantate 6 Wochen nach der Implantation frühzeitig belastet. Die Stichprobe wurde aufgeteilt: 12 Implantate in der Gruppe mit frühzeitiger funktioneller Belastung („early functional loading“, EFL) und 12 Implantate in der Gruppe mit frühzeitiger nicht-funktioneller Belastung („early non-functional loading“, ENFL).

Die Mittelwerte des Implantatstabilitätsquotienten (ISQ) lagen bei der EFL-Gruppe bei 72,91-73,87-76,75 und bei der ENFL bei 71,91-73,91-76,66, jeweils bei der Implantation und nach 6 und 12 Wochen. Es gab keinen statistisch signifikanten Unterschied zwischen beiden Gruppen. Bei der 12-monatigen Nachuntersuchung nach der Belastung betrug der mittlere marginale Knochenverlust 0,698 mm in der EFL-Gruppe und 0,683 mm in der ENFL-Gruppe. Es gab keinen statistisch signifikanten Unterschied zwischen den beiden Gruppen. Die Überlebensrate der Implantate lag in beiden Gruppen bei 100 %, während des Nachbeobachtungszeitraums traten keine Komplikationen auf.

Alassah G et al. Evaluation of implant stability and bone loss using two different early loading protocols: Clinical study. Oral Surg 2023; 16 (1): 5-12. https://doi.org/10.1111/ors.12752