28.02.2019·Implantatprothetik Gegen Zementüberschüsse: Einzelzahnversorgungen extraoral verkleben

·Implantatprothetik

Gegen Zementüberschüsse: Einzelzahnversorgungen extraoral verkleben

| Zementüberschüsse bei implantatgetragenen Restaurationen stellen ein Risiko für die Entwicklung einer Periimplantitis dar. Dr. Helmut Steveling (Gernsbach) zeigte auf dem DGI-Kongress, wie man Einzelzahnrestaurationen extraoral verklebt, um Überschüsse kontrolliert zu entfernen. |

 

Eine Möglichkeit besteht in der extraoralen Verklebung von Abutment und Krone, sodass beide als Einheit im Implantat verschraubt werden und nur der Zugang zur zentralen Schraube im Patientenmund verschlossen werden muss. Dies benötigt aber eine axial optimale Implantatposition. Gerade im Frontzahnbereich lässt sich diese oft nur schwer erreichen. Ein angulierter Schraubenzugang stellt eine neue Möglichkeit dar, Einzelzahnrestaurationen extraoral auf eine exakte Passung zu überprüfen, zu verkleben und alle Zementüberschüsse kontrolliert zu entfernen.

 

Zwölf Kronen im Front-/Eckzahnbereich sowie 14 Kronen im Seitenzahnbereich von Ober- und Unterkiefer wurden von Steveling mit angulierten Schraubzugängen auf Astratech-EV®-Implantaten (Ø 3,6‒4,8 mm) eingesetzt und mit 25 Ncm angezogen. Der Zugang zur Schraube wurde mit Teflonband bis ca. 1 mm unterhalb der Kronenperforation ausgefüllt und mit einer Kompositfüllung verschlossen. Alle Kronen konnten zur funktionellen und ästhetischen Zufriedenheit der Patienten eingesetzt werden. Bisher kam es nach Angaben von Steveling weder zu technischen noch zu biologischen Komplikationen.

 

Quelle

  • Steveling H.: 1 Jahr klinische Erfahrung mit einer individuellen Basis für die extra-orale Verklebung bei verschraubten Einzelzahn-Versorgungen. 32. DGI-Kongress, Wiesbaden, 29.11.‒01.12.2018.

 

Kongresswebsite

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