02.01.2013·Langzeitstudie Zahnmediziner der ZMK Bern belegen die Zuverlässigkeit von Implantaten

·Langzeitstudie

Zahnmediziner der ZMK Bern belegen die Zuverlässigkeit von Implantaten

| Um zu prüfen, wie zuverlässig Zahnimplantate sind, hat eine Forschergruppe der Zahnmedizinischen Kliniken (ZMK) Bern eine Langzeitstudie durchgeführt, die nun in der international führenden Fachzeitschrift „Clinical Implant Dentistry and Related Research“ publiziert wurde. Die Studie der ZMK zeigt, dass Behandlungen mit Zahnimplantaten eine hohe Zuverlässigkeit mit einer geringen Komplikationsrate aufweisen. |

Geringes Risiko eines Implantatverlusts

Die Studie mit einer Laufzeit von zehn Jahren umfasste mehr als 300 teilbezahnte Patienten, bei denen Ende der 90er Jahre einzelne oder mehrere Zähne durch insgesamt 511 Implantate ersetzt worden waren. Dabei wurden Titanimplantate mit einer damals neuen mikrorauen Oberfläche verwendet, die noch heute eingesetzt werden. Die Nachkontrolle dieser Patienten ergab, dass während dieser Zeit lediglich 6 Implantate nicht in situ blieben, was einer Verlustrate von 1,2 Prozent entspricht. Weitere 1,8 Prozent der Implantate zeigten während dieses Zeitraums eine biologische Komplikation in Form einer Infektion.

 

„Die Resultate haben unsere bereits optimistischen Erwartungen übertroffen“, meint Daniel Buser, Direktor der Klinik für Oralchirurgie und Stomatologie, der mit Giovanni Salvi, stellvertretender Direktor der Klinik für Parodontologie, und Urs Brägger, Leiter der Abteilung für Kronen- und Brückenprothetik, die Studie durchgeführt hat. „Solche Kennzahlen sind für uns wichtig, damit wir den Patientinnen und Patienten die Risiken darlegen können.“

Strikte Bedingungen an die Durchführung der Studie

Die Langzeitstudie wurde unter strengen Bedingungen durchgeführt, weil ausschließlich evidenz-basierte Behandlungsmethoden zur Anwendung kamen, wissenschaftlich gut dokumentierte Implantate verwendet wurden, die meisten Patienten eine gute Mundhygiene betrieben und regelmäßig mit Dentalhygiene-Kontrollen betreut wurden. Zudem waren die involvierten Implantat-Chirurgen gut ausgebildet und wiesen eine große klinische Erfahrung auf. Dies sind alles – so die an der Studie beteiligten Zahnmediziner – begünstigende Faktoren für gute Langzeitergebnisse von Zahnimplantaten.

 

Weiterführender Hinweis

  • Bibliographische Angaben: Daniel Buser, Simone F. M. Janner, Julia-Gabriela Wittneben, Urs Brägger, Christoph A. Ramseier, Giovanni E. Salvi: 10-Year Survival and Success Rates of 511 Titanium Implants with a Sandblasted and Acid-Etched Surface: A Retrospective Study in 303 Partially Edentulous Patients, Clinical Implant Dentistry and Related Research, Dezember 2012

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