01.06.2012·Zahnmedizin „Vision 2020“: Wie entwickelt sich der Markt für Dentalimplantate?

·Zahnmedizin

„Vision 2020“: Wie entwickelt sich der Markt für Dentalimplantate?

| Basierend auf bestehenden Daten, neuen Forschungsergebnissen und verschiedenen Experteninterviews hat der Implantathersteller Straumann seine „Vision 2020“ vorgestellt. Das Projekt bietet interessante Einblicke in die Zukunft der Zahnmedizin. |

Trends in der Implantologie

In der Zahnärzteschaft wird es zu wesentlichen Veränderungen kommen. Aufgrund steigender Kosten für Ausstattung und Betrieb von Zahnarztpraxen wird die Zahl von Einzelpraxen abnehmen. Zahnärzte werden sich vermehrt in Gemeinschaftspraxen oder Ketten zusammenschließen. So deuten aktuelle Tendenzen darauf hin, dass der Anteil von Einzelpraxen in zwei der weltgrößten Märkte – den USA und in Deutschland – bis 2020 laufend sinken wird.

 

Die Zahnmedizin wird in Zukunft ein zunehmend von Frauen ausgeübter Beruf sein, denn eine zahnärztliche Ausbildung absolvieren mehr Frauen als Männer. Im Zuge dieses Trends ist auch damit zu rechnen, dass Zahnärztinnenaus familiären Gründen vermehrt Teilzeit arbeiten. Die Anzahl neu geschulter Oralchirurgen reicht eventuell nicht aus, um die wachsende Nachfrage am Markt zu befriedigen.

 

Auch der Kostendruck durch Mitbewerber und Patienten zwingt Zahnarztpraxen, ihre Produktivität zu steigern und Behandlungszeiten zu verkürzen. Damit bieten sich beträchtliche Möglichkeiten für Produkte, Systeme und Dienstleistungen, die die Effizienz steigern und Arbeitsabläufe integrieren.

 

Während sich Zahnarztpraxen zusammenschließen, wird die Konsolidierung bei den Dentallaboren sogar noch schneller verlaufen. Neue Technologien und größere Mitbewerber werden kleinere Labore verdrängen. Konsolidierungen werden in der Dentalbranche auch bei Herstellern ein Thema bleiben.

 

Digitalisierung ändert Arbeitsabläufe für Zahnarztpraxen

Fortschreitende Digitalisierung wird die Zukunft der Zahnmedizin gestalten. Mit ihr werden sich Arbeitsabläufe und Wertschöpfungsketten für Zahnärzte und Labore verändern. In der Praxis der Zukunft gehören modernste Scannertechnologien zum Alltag. Diese werden zudem mit chirurgischer und prothetischer Software zusammenwachsen, da der Zahnersatz vermehrt von prothetischen Überlegungen ausgehend geplant wird.

 

Bedarf an Lösungen für den Unterhalt der Implantate wird zunehmen

Bis zum Jahr 2015 dürften rund 50 Millionen Dentalimplantate seit mehr als fünf Jahren eingesetzt sein. Auch wenn Zahnimplantate generell mit hohen Erfolgsraten in Verbindung gebracht werden, wird der Bedarf an Lösungen für den Unterhalt dieser Implantate besonders bei restaurativen Komponenten zunehmen.

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