Uncategorized

01.09.2015·Zahnmedizin Periimplantäre Entzündungen: Neuer Leitfaden

·Zahnmedizin

Periimplantäre Entzündungen: Neuer Leitfaden

| Auf Basis eines Arbeitspapiers der Uni Köln zum Umgang mit der periimplantären Entzündung wurde ein neuer Leitfaden für die Praxis entwickelt. Er ist im Online-Shop des BDIZ-EDI ( www.bdizedi.org) erhältlich (2,50 Euro). |

 

 

Der Leitfaden soll Implantologen als Richtlinie dienen, um biologische Komplikationen zu erkennen und frühzeitig die erforderlichen Maßnahmen einzuleiten. Die Hinweise beruhen auf Schraubenimplantaten aus Titan, die auf Grundlage der Indikationsklassen (siehe auch PI 01/2015, Seite 7 ff.) inseriert wurden. Bei der Definition wird beispielsweise unterschieden, ob eine initiale reversible Mukositis, eine entzündliche gegenwärtig irreversible Periimplantitis oder eine apikale Entzündung nach endodontischer Behandlung vorliegt.

 

Sowohl nach der Implantatinsertion als auch bei Eingliederung der Suprakonstruktion sollte zur Beurteilung des periimplantären Knochenniveaus eineradiologische Dokumentation erfolgen. Patienten werden auf die Beobachtung der Implantatregion hingewiesen, um bei Veränderungen in der Praxis zu erscheinen. Der Einsatz von Entzündungsmarkern oder einem DVT ist zu prüfen.

 

Nach Aussage der Experten kann einer akuten Symptomatik zwar begegnet werden, allerdings fehlt es an Ergebnissen, ob die eingeleiteten Maßnahmen zu einem Langzeiterfolg oder zu erneutem Aufleben führen. Daher können lediglich allgemeine Empfehlungen ausgesprochen werden. Der Therapiebeginn im Anfangsstadium, eine mechanische Reinigung und Glättung, eine lokale Desinfektion, die Reduktion tiefer Taschen und weitere Maßnahmen werden in der Richtlinie angeführt. Darüber hinaus finden sich wissenschaftliche Aussagen zu unterschiedlichen Methoden der Periimplantitistherapie.

 

FAZIT | Eine Erkrankung des zirkulären Weichgewebes um ein Implantat kann im Rahmen einer klinischen Untersuchung durch den Zahnarzt oder den Patienten selbst festgestellt werden. Die im Leitfaden gezeigten Therapievarianten können in Abhängigkeit des Befunds und der körperlichen Verfassung des Patienten Entzündungszeichen und -symptome reduzieren bzw. auch dauerhaft beheben.