Gedrucktes PEEK ist klassischen Implantatmaterialien ebenbürtig
Der 3D-gedruckte Kunststoff Polyetheretherketon (PEEK) induziert eine frühe Fibroblastenadhäsion und -viabilität sowie eine bakterielle Besiedlung am Implantat, die mit anderen Implantatmaterialien wie Titan und Zirkoniumdiokid-Keramik vergleichbar ist.
In dieser Studie wurde die Proliferation von Fibroblasten und Bakterien auf einem mittels Schmelzschichtung (Fused Deposition Modeling, FDM) 3D-gedruckten Implantatmaterial aus Polyetheretherketon (PEEK) im Vergleich zu Titan (cp-Ti) und Zirkonoxid (ZrO₂) untersucht.
FDM-PEEK induziert eine frühe Fibroblastenadhäsion und -viabilität sowie eine bakterielle Besiedlung, die mit anderen Implantatmaterialien wie Titan und Zirkoniumdiokid-Keramik vergleichbar ist. Die Biokompatibilitätstests mit menschlichen Gingivafibroblasten (HGFs) zeigen ein erfolgreiches Anhaften und Ausbreiten der Zellen auf FDM-PEEK, einschließlich der Ausbildung zellulärer Fortsätze.
Die Ausrichtung beim 3D-Druck spielt eine entscheidende Rolle. Eine vertikale Schichtdruckorientierung (PV) begünstigt nachweislich die beste Fibroblastenadhäsion, was für die Ausbildung einer effektiven periimplantären Schleimhautversiegelung essenziell ist.
[!] Die positiven Ergebnisse dieser Studie unterstreichen, dass PEEK ein vielversprechendes Biomaterial ist, das hinsichtlich günstiger biologischer Reaktionen und potenzieller Weichgewebedichtung mit etablierten Implantat- und Prothesenmaterialien vergleichbar ist.
Branco R, de Souza R, El-Amier N, Silva N, Zimmermann E, Mata A, et al. Fibroblast and bacterial adhesion on a 3D-printed polyetheretherketone-based implant material. Eur J Oral Sci. 2026;e70146. https://doi.org/10.1111/eos.70146