Zusammenhang zwischen oralem Mikrobiom und kognitiven Beeinträchtigungen bei Schizophrenie

Kognitive Beeinträchtigungen sind ein zentrales Merkmal der Schizophrenie. Veränderungen der Darmmikrobiota wurden mit kognitiven Funktionsstörungen bei Schizophrenie in Verbindung gebracht; Veränderungen der oralen Mikrobiota im Zusammenhang mit Immunregulationsstörungen wurden jedoch erst kürzlich beschrieben, und ihre Relevanz für die Kognition ist noch unklar.

Eine Studie der Universität Tokio untersuchte den Zusammenhang zwischen oralen Mikrobiota und kognitiven Beeinträchtigungen bei Patienten mit Schizophrenie und bewertete vermittelnde Mechanismen einschließlich Neuroinflammation und mikrobieller Funktionen.

Patienten mit Schizophrenie wiesen im Vergleich zu gesunden Kontrollpersonen eine signifikant geringere Alpha-Diversität der oralen Mikrobiota (bedingt durch eine geringere Gleichmäßigkeit) sowie eine stärkere kognitive Beeinträchtigung und Unterschiede bei den KYN-Stoffwechselwegmarkern für Neuroinflammation auf. Sie zeigten auch Verschiebungen bei bestimmten Bakteriengattungen und den von PICRUSt2 vorhergesagten funktionellen Stoffwechselwegen. Wichtig ist, dass die Veränderungen der oralen Mikrobiota signifikant mit kognitiven Beeinträchtigungen assoziiert waren. Eine explorative Mediationsanalyse deutete darauf hin, dass mehrere Stoffwechselwege, darunter die Glykanbiosynthese und der Glykanstoffwechsel, eine Rolle bei diesem Zusammenhang spielen könnten.

Takehiro T et al. Oral Microbiota Associated With Cognitive Impairment in Schizophrenia: Composition and PICRUSt2-Predicted Functional Pathways, Schizophrenia Bulletin 2025;, sbaf212, https://doi.org/10.1093/schbul/sbaf212