Osteotomieprotokoll und Implantatstabilität: Auf die Drehzahl kommt es an
Die Osteotomietechnik beeinflusst die mechanische Stabilitätsentwicklung. Das Bohren mit mittlerer Geschwindigkeit bei 300 U/min lieferte das ausgewogenste Stabilitätsprofil innerhalb der 3-monatigen Nachbeobachtungszeit.
In dieser randomisierten kontrollierten klinischen Studie wurden fünf Implantat-Osteotomietechniken verglichen: Hochgeschwindigkeitsbohren (800 U/min), Bohren mit mittlerer Geschwindigkeit (300 U/min), Bohren mit extrem niedriger Geschwindigkeit (50 U/min), Ossodensifikation und Knochenverdichtung.
100 gesunde Erwachsene erhielten jeweils ein identisches Makrodesign-Implantat und wurden randomisiert fünf Osteotomieprotokollen zugewiesen (n = 20/Gruppe). Bei allen analysierten Implantaten erreichten alle Gruppen mittlere IT-Werte von über 30 Ncm und ISQ-Ausgangswerte von > 80. Das Bohren mit mittlerer Geschwindigkeit (300 U/min) zeigte den konsistentesten ISQ-Anstieg im Zeitverlauf und erreichte die höchste Stabilität bei T4. Das Bohren mit hoher Geschwindigkeit (800 U/min) führte zu den höchsten anfänglichen IT-Werten, insbesondere bei hochdichtem Knochen. Die Osseodensifikation zeigte vorübergehende ISQ-Zuwächse in der Mitte der Heilungsphase, während die Knochenverdichtung einen progressiven Rückgang der ISQ-Werte aufwies.
R. Konuklu and S. Küçükkurt, Comparison of Five Osteotomy Protocols on Implant Stability and Postoperative Anxiety: A Randomized Controlled Trial. Clinical Implant Dentistry and Related Research 28, no. 1 (2026): e70125, https://doi.org/10.1111/cid.70125.