Zahnmedizin

Alveolarkamm-Erhaltung reduziert die Inzidenz von parodontitisbedingter Periimplantitis

Parodontitis ist die Hauptindikation für Zahnextraktionen und führt häufig zu Periimplantitis (PI). Die Alveolarkamm-Erhaltung (ARP) ist ein wirksames Mittel zur Erhaltung der Kammdimensionen nach einer Extraktion.

In dieser Studie wurden 138 Implantate von 113 Patienten untersucht. Die Gründe für die Extraktion wurden in die Kategorien Parodontitis und Nicht-Parodontitis eingeteilt. Alle Implantate wurden an Stellen gesetzt, die mit Alveolarkamm-Erhaltung behandelt wurden. Periimplantitis wurde auf der Grundlage eines röntgenologischen Knochenverlusts von ≥3 mm diagnostiziert, der durch den Vergleich von standardisierten Bissflügel-Röntgenbildern, die unmittelbar nach der Insertion angefertigt wurden, mit solchen, die nach mindestens 6 Monaten angefertigt wurden, ermittelt wurde.

Die Gesamtprävalenz von Periimplantitis betrug 24,6 %. Implantatstandorte und Implantattypen waren signifikant mit Periimplantitis assoziiert. Nach Bereinigung um Störfaktoren war das Periimplantitis-Risiko signifikant mit der Implantatlage (Prämolaren vs. Molaren: bereinigte Odds Ratio (AOR = 4,62) und dem Implantattyp (Knochenniveau vs. Gewebeniveau: AOR = 6,46) assoziiert. Der Grund für die Zahnextraktion, d.h. Parodontitis oder Nicht-Parodontitis, war nicht signifikant mit Periimplantitis verbunden.

[!] Alveolarkammerhaltung reduziert die Inzidenz von parodontitisbedingter Periimplantitis an Extraktionsstellen.

Chou Y-H et al. Prevalence of peri-implantitis after alveolar ridge preservation at periodontitis and nonperiodontitis extraction sites: A retrospective cohort study. Clin Implant Dent Relat Res. 2023: 1-8. doi:10.1111/cid.13243