Periimplantitis-Diagnose durch Farbmessung?

Obwohl Farbmessgeräte ursprünglich für die Farbanpassung von Prothesenzähnen entwickelt wurden, hat sich ihre Anwendung in jüngster Zeit auf die Analyse des periimplantären Weichgewebes ausgeweitet, wo sie quantitative und reproduzierbare Messungen liefern, mit denen sich entzündliche Veränderungen frühzeitig erkennen lassen.

Es wurde eine querschnittliche, deskriptive und experimentelle Studie an 63 Zahnimplantaten durchgeführt. Die Farbe des periimplantären Weichgewebes wurde mit einem Farbmessgerät auf der Grundlage von CIELab-Parametern (L∗, a∗, b∗) erfasst. Jedes Implantat wurde außerdem einer klinischen Untersuchung unterzogen, die eine visuelle Inspektion, eine parodontale Sondierung und eine periapikale Röntgenaufnahme umfasste. Es wurden zwei Messpunkte analysiert: Punkt A, 2 mm apikal vom Zahnfleischrand entfernt, und Punkt B, jenseits der Sondierungstiefe für jedes Implantat.

An Punkt B wiesen die periimplantären Gewebe im Vergleich zu Punkt A eine geringere Leuchtkraft (L∗), eine höhere Rötung (a∗) und reduzierte b∗-Werte auf. Klinisch wiesen 48 Implantate eine Periimplantitis, 9 eine Mukositis und 6 wurden als gesund eingestuft. Erkrankte Implantate zeigten dunklere und rötlichere periimplantäre Gewebe, was eine klare Korrelation zwischen Farbveränderungen und Entzündungsstatus erkennen ließ.

Torné-Durán S. Use of colorimetry as a diagnostic tool for early detection of peri-implant diseases. J Oral Biol Craniofac Res. 2026 Mar-Apr;16(2):101406. doi: 10.1016/j.jobcr.2026.101406. Epub 2026 Jan 20. PMID: 41624143; PMCID: PMC12856867.

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